Afghanic e.V.

Die Islamische Republik Afghanistan, auch „das Land der Afghanen“ genannt, befindet sich seit dem Einmarsch der Sowjetischen Armee 1979 fast dauerhaft im Krieg oder Bürgerkrieg. „Bombenanschläge, bewaffnete Überfälle und Entführungen gehören seit Jahren in allen Teilen von Afghanistan zum Angriffsspektrum der regierungsfeindlichen Kräfte. Sie richten sich auch gegen die Verbündeten der afghanischen Regierung, darunter Deutschland, und deren Staatsangehörige“, so das Auswärtige Amt. Die Bombenanschläge auf das deutsche Generalkonsulat in Masar-e-Scharif im November 2016 und auf die deutsche Botschaft in Kabul im Mai 2017 scheinen dieser Einschätzung Recht zu geben.

Wir danken unseren Kooperationspartner und Unterstützer

  • IBH e.V. (Interkulturelle Bildung Hamburg)
  • Verein für Politische Bildung in Hamburg e.V.
  • AZK (Arbeitnehmer Zentrum Königswinter)
  • Auswärtiges Amt
  • Deutscher Hausärzteverband, Berlin
  • GIZ (Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit)
  • CIM (Centrum für Internationale Migration und Entwicklung)
  • Schmitz Foundatione
  • DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst)
  • Ruhr Universität Bochum (RUB)
  • DAUG (Deutsch-Afghanische-Universitäts-Gesellschaft)
  • Universitätsmedizin der Joh. Gutenberg Universität, Mainz
  • DAMF e.V.
  • Safi Stiftung
  • Kinderhilfe-Afghanistan
  • Boehringer Ingelheim GmbH
  • INASYS GmbH
  • Integrationsrat der Stadt Bonn
  • Freiwilligenagentur der Stadt Bonn
  • Ministry of Higher Education, Kabul
  • Kabul University
  • Kabul Medical University
  • Nangarhar University
  • Khost University
  • Herat University
  • Balkh University
  • Kandahar University
  • AIMA, Kabul
  • NASIB e.V., Hamburg
  • BORDA e.V., Bremen
  • Kettelerschule, Bonn
  • Afghanistan-Schulen, Hamburg
  • General Konsulat der BRD, Masar-e-Sharif
  • Slovak Agency for International Development Co-operation (SlovakAid), Bratislava
  • Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS), Kabul

Aus dem Englischen von Ingrid von Heiseler

LAHORE: 

Die Lehren Bacha Khans bleiben ein Bollwerk gegen extremistische Tendenzen in Khyber Pukhtunkhwa (KPK), sagte der Vorsitzende der Geschichtsabteilung der Quaid-i-Azam- Universität [Islamabad, Pakistan] am Samstag.

Er sprach anlässlich der Sitzung von The Unarmed Pathan: Bacha Khan’s Thought and Legacy [Der unbewaffnete Pathane: Bacha Khans Denken und Vermächtnis] anlässlich der Afkar-i-Taza-Feier.

Er sagte, die Paschtunen hätten unter den Tehrik-i-Taliban, Pakistan, am meisten gelitten.

Shah sagte, extremistische Geistliche seien für die Verbreitung  der Militanz in paschtunischen Gebieten verantwortlich. „Sie bewirkten, dass die Paschtunen glaubten, dass  die Paschtunen die Retter des Islam wären“, sagte er.

Er sagte, die Militanz in der Provinz habe zugenommen. Die einzige Hoffnung gegen diese Tendenz sei die Ideologie der Khudhai Khitmatgars.

Shah sagte, es habe eine Zeit gegeben, in der jeder, der verdächtigt wurde, Kommunist zu sein, in Khyber Pukhtonkhwa getötet werden konnte. Heute könne jeder als Al-Qaida- oder Daish-[IS-]Mitglied  bezeichnet und getötet werden.

Shah zeichnete die Geschichte des Gebietes nach und sagte, bis 1901 habe es zum Britischen Punjab gehört. Später sei es vom Punjab abgetrennt und zur Nordwestgrenzprovinz (NWFP) gemacht worden. Im 19. Jahrhundert sei die Politik der Briten gegenüber dem Gebiet der Paschtunen davon bestimmt worden, dass die Briten die Abwehr der Macht der Russen für notwendig hielten. Auf diese Politik habe sich der Entschluss der Briten gegründet, kein Bildungssystem in dem Gebiet einzurichten. 

Shah zitierte das Ergebnis der Volkszählung von 1911 und sagte, in der Provinz hätten nur 25 Männer und 10 Frauen von tausend lesen und schreiben können.

Shah sagte, Bacha Khans Ablehnung der Pakistan-Bewegung habe auf politischen Prinzipien beruht. Nach der Gründung des Landes Pakistan habe es eine herzliche Begegnung zwischen Khan und Quaid-i-Azam Muhammad Ali Jinnah gegeben.

Darüber, dass Bacha Khan den Indischen Nationalkongress der All-India-Moslemliga vorgezogen habe, sagte Khan, der Grund dafür sei gewesen, dass der Kongress Khan und seinen Mitarbeitern unverzüglich Unterstützung gegen die Angriffe der Briten zugesichert habe.

Shah sagte, die Briten hätten Khan und seine Mitarbeiter verdächtigt, mit den Kommunisten verbündet zu sein.

The Express Tribune, April 3rd, 2016.

An den afghanischen Universitäten besteht auch im Winter2017 immer noch ein gravierender Mangel an Fachliteratur in einer der beiden Landessprachen Dari und Pashto. Als Folge diktieren die Dozenten während des Unterrichts jeweilige Zusammenfassungen ihrer Vorlesung zum Mitschreiben. Häufig sind diese Notizen – ergänzt um andere bereits mehrfach hektographierte „Lecture Notes“ - die einzige „Literatur“, die den Studenten zur Verfügung steht. Um den enormen Bedarf an Lehrbüchern an den Universitäten abzudecken, wäre der Druck von Fachbüchern ein erster wichtiger Schritt zur Verbesserung und Vertiefung der Lehre.

Diese unzulängliche Ausbildungssituation wird durch den Sachverhalt verstärkt, dass in den Universitätsbibliotheken nur sehr wenig neuere Fachbücher in Englisch oder Deutsch zur Verfügung stehen. Dazu kommt, dass noch immer nur sehr wenige Dozenten, Studenten/Studentinnen der englischen Sprache mächtig sind. Ebenso erreicht das „E-learning“ noch immer nur einen geringen Teil der Studierenden. Daher ist in dieser aktuellen Situation der Druck von Fachbüchern in Pachto/Dari dringend erforderlich.

Ein Anfang ist gemacht. So konnte der Afghanic e.V. im Zeitraum 2010-17 256 Lehrbücher in Pashto, Dari, Englisch und jeweils mit einer Auflage von ca. 1.000 Stck. sowie 1.000 CDs mit Unterstützung des Kabuler „Ministry of Higher Education (MoHE)“ publizieren und landesweit kostenlos verteilen. Schwerpunkt: medizinische Lehrbücher, aber auch Psychologie, Naturwissenschaften, Engineering, Wirtschaftswissenschaft, Journalismus und Landwirtschaft für die Universitäten von Nangarhar, Balkh, Herat, Kandahar, Khost, Kabul Medical University, Universität Kabul, Kabul Polytechnic Universität.

18.4.2016. Jointly produced by the United Nations Assistance Mission in Afghanistan (UNAMA) and UNICEF, the report documents how conflict-related violence, threats and intimidation by all parties to the conflict harmed health and education personnel, reduced the availability of healthcare, and limited children’s access to essential health and education services. The report covers the three-year period, 1 January 2013 to 31 December 2015.
“The report’s findings are deeply troubling. It is simply unacceptable for teachers, doctors and nurses to be subjected to violence or threats, and for schools and medical facilities to be misused or attacked,” said Nicholas Haysom, the UN Secretary-General's Special Representative for Afghanistan, “All parties must take measures to protect education and health services in Afghanistan.”
Download the full report here: https://unama.unmissions.org/sites/default/files/education_and_healthcare_at_risk.pdf

Dr Khplwak Ningrhari aus Schweden zu Besuch in der Klinik, Feb 2016First of all, Dr. Khpalwak Ningrahari (Specialist in General Medicine, Stockholm/Sweden, -> www.altapraktiken.se/khpalwak-ningrahariwas introduced with the doctors and staff of Dewanbegi Clinic. After that, Dr. Khpalwak guided and consulted the doctors about some issues. In addition, He asked them some questions. Some of the advices and questions were as the following:

1.      How much time should be given to each patient’s treatment?

2.      How to treat an emergency patient?

3.      A file should be created for patients whose illness is continuous, e.g. blood pressure and diabetes, in order to register their records.

Die neue Broschüre des Afghanic e.V. Ihr Partner für und in Afghanistan wurde mit Untersützung des Integrationsrat der Bundesstadt Bonn dankeswärterweise frisch gedruckt. Hier können Sie die 16 Seiten als PDF-Dokument (A5) downloaden: Afghanic-Broschuere

afghanic broschuere bild

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